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Lohnt sich der Anbau von Haskap-Beeren?

Ein Interview mit Hieronim Łukaszewski – einem Pionier des Haskap-Anbaus in Polen

Haskap-Beeren (auch bekannt als Honigbeeren oder Maibeeren) werden bei Gärtnern und Obstbauern immer beliebter. Die Früchte sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund – und die Pflanzen lassen sich erstaunlich leicht anbauen. Doch lohnt sich eine Investition in den Haskap-Anbau? Absolut. Das sagt Polens Haskap-Pionier Hieronim Łukaszewski.

Hieronim Łukaszewski und seine Frau Zofia waren die Ersten, die die Haskap-Beere nach Polen brachten. In den 1990er-Jahren, als diese Frucht in Polen völlig unbekannt war, legten sie die ersten Plantagen an. Was einst ein experimenteller Anbau war, ist heute dank technischer Entwicklungen ein ernstzunehmender Bestandteil des Beerenmarkts.

owoce jagody kamczackiej zbierane kombajnem, proces selekcjonowania zebranych owoców

Maschinelle Ernte von Haskap-Beeren, Sortierung der geernteten Früchte

Von Sibirien nach Polen – die Anfänge der Haskap-Beere

Die Geschichte der Haskap-Beere in Polen begann vor über 30 Jahren. In den 1990ern, als kaum jemand von dieser Pflanze gehört hatte, entschieden sich die Łukaszewskis, sie nach Polen zu bringen. Herr Hieronim erinnert sich:

„Als ich eine Erntemaschine für Haskap-Beeren sah, war ich beeindruckt. Die Entscheidung meiner Frau in den 90ern, auf Haskap zu setzen, war ein Volltreffer.“

Der Anbau von Haskap war ein Wendepunkt – sowohl für sie als auch für den polnischen Beerenanbau.

Mechanische Ernte – ein echter Durchbruch

Auf die Frage, ob er sich damals vorstellen konnte, dass Haskap eines Tages maschinell geerntet wird, antwortet Herr Łukaszewski offen:

„Nein. Am Anfang haben wir alles von Hand gemacht. Heute eine Erntemaschine zu sehen, ist wie ein Blick in die Zukunft.“

Er betont, dass die mechanische Ernte nicht nur Zeit spart, sondern für die Rentabilität entscheidend ist:

„Es gibt einfach nicht genug Arbeitskräfte. Große Flächen von Hand zu ernten ist unmöglich. Die Schnelligkeit der maschinellen Ernte macht den Haskap-Anbau profitabel.“

Eine Beere, die ihren Geschmack bewahrt

Ein weiterer Vorteil der Haskap-Beere: Sie verliert auch nach dem Einfrieren nicht an Qualität. Herr Łukaszewski erklärt:

„Nach dem Auftauen behält die Frucht ihre Form, ihren Geschmack, ihr Aroma und ihre Eigenschaften. Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Früchten.“

Deshalb eignet sich Haskap hervorragend für den Frischverkauf, für Tiefkühlprodukte und für die Verarbeitung – ohne Einbußen bei Geschmack oder Gesundheitswert.

Welche Sorten eignen sich für die maschinelle Ernte?

Zum Schluss gibt Herr Łukaszewski noch einen praktischen Tipp: Welche Sorten besonders gut für den maschinellen Anbau geeignet sind:

„Die hochwachsenden Sorten – Wojtek, Jolanta und 446. Bei anderen Sorten bin ich nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber diese funktionieren sehr gut für die maschinelle Ernte.“

Eine Beere mit Zukunft

Auch wenn Herr Łukaszewski aus Altersgründen nicht mehr aktiv in der Jungpflanzenzucht ist, bleibt er überzeugt:

„Ich glaube fest an die Zukunft der Haskap-Beere.“

Sie ist robust, frostresistent, pflegeleicht und erfreut sich wachsender Beliebtheit – sowohl bei Konsumenten als auch bei Landwirten. Mit mechanischer Ernte, neuen Sorten und dem steigenden Gesundheitsbewusstsein könnte die Haskap-Beere schon bald zu einer der wichtigsten Kulturpflanzen im polnischen Beerenanbau werden.


Warum Haskap anbauen?

1. Außergewöhnliche gesundheitliche Vorteile
Haskap-Beeren sind wahre Vitaminbomben. Sie enthalten:

  • viele Antioxidantien zur Stärkung des Immunsystems

  • Vitamin C (mehr als Zitronen!)

  • Vitamin A und B-Vitamine

  • wichtige Mineralstoffe

Sie können Entzündungen hemmen, die Abwehrkräfte stärken und sogar bei der Krebsprävention helfen.

2. Frühe Ernte
Haskap ist eine der ersten Fruchtpflanzen des Jahres – sie reift schon im Mai, viel früher als andere Beeren. Das bedeutet frisches Obst bereits im Frühjahr.

3. Anspruchslos und widerstandsfähig
Haskap ist sehr frosthart und resistent gegen Krankheiten. Sie gedeiht auf fast allen Gartenböden und benötigt kaum Pflege. Ideal für den Bio-Anbau – ohne chemische Mittel.

4. Lange Lebensdauer
Bei guter Pflege tragen die Sträucher bis zu 30 Jahre lang Früchte. Eine langfristige Investition, die sich schnell auszahlt.


Fazit

Das Gespräch mit Hieronim Łukaszewski ist nicht nur ein Rückblick auf die Anfänge des Haskap-Anbaus in Polen – es ist auch ein Ausblick auf ein dynamisch wachsendes Segment des modernen Gartenbaus. Einst eine botanische Kuriosität, ist Haskap heute ein Symbol für die Verbindung von Gesundheit, Tradition und Innovation in der Landwirtschaft.

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